Presseinformation

Future Security 2012: Für eine sichere Zukunft

Bonn, 4. September 2012

Über Wirtschaftsspionage, Cyberkriminalität, widerstandsfähige Städte, zuverlässige Lebensmittelketten sowie psychologische Aspekte der Sicherheit und vieles mehr diskutieren führende internationale Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf der 7. Sicherheitsforschungskonferenz "Future Security" in Bonn vom 4. bis 6. September 2012.

"Wir freuen uns sehr, dass sich die Konferenz 'Future Security' zu einer wichtigen nationalen Wissenschaftskonferenz zur Sicherheitsforschung mit internationaler Beteiligung entwickelt hat", sagt Professor Peter Martini, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE und Chairman der Veranstaltung. 360 Teilnehmer aus 18 Nationen diskutieren aktuelle Forschungsergebnisse und Projekte. Zwei Ministerien wirken bei der diesjährigen Konferenz des Fraunhofer-Verbunds Verteidigungs- und Sicherheitsforschung VVS mit: Schirmherren sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF und das Bundesministerium für Verteidigung BMVg.

 

Eine begleitende Ausstellung präsentiert Exponate und Forschungsprojekte zu den Konferenzinhalten. Aussteller sind Fraunhofer-Institute, die TU Ilmenau, Hübner GmbH, EADS Deutschland GmbH, Sourcefire Germany GmbH, T-Systems International GmbH,Tom Sawyer Software GmbH.

Einer der inhaltlichen Schwerpunkte ist Cyber Security. Die Experten stellen beispielsweise juristische Aspekte des Cloud-Computing oder IT-Sicherheit in der Stadt der Zukunft vor. Das Panel »Cloud and Law« moderiert Dr. Alexander Kurz, Vorstand Personal und Recht der Fraunhofer-Gesellschaft. Peter Schaar, Bundesdatenschutzbeauftragter beschreibt Risiken des Cloud Computing, rechtliche Fragestellungen, Datenschutz und Datensicherheit. Weitere Inhalte dieses Themenblocks sind Internetbetrug und Wirtschaftsspionage.

 

Ballungsräume müssen widerstandsfähiger werden

Mittlerweile lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Mobilität, Energieversorgung, Kommunikation und Gesundheitsversorgung müssen zuverlässig funktionieren. Alle Infrastrukturen sind eng miteinander verknüpft. Kleine Störungen beispielsweise im Stromnetz können große Auswirkungen auf die Mobilität haben.

Damit dies möglichst nicht passiert, arbeiten Wissenschaftler, Stadtplaner, Politiker und Architekten an der Vision einer sicheren Stadt. Schon frühzeitig, bei der Planung von Stadtquartieren, müssen Sicherheitsaspekte bedacht werden. Die Experten haben sich die Aufgabe gestellt, potentielle Schwachstellen vorab zu entdecken, kritische Bauwerke wie Kraftwerke, Flughäfen oder Banken gut zu schützen und falls es zu einer Krise kommen sollte, robuste Kommunikationswege zu ermöglichen.

Im Konferenz-Panel »Future Urban Security« steht die Widerstandsfähigkeit dieser Netze gegenüber menschlich oder natürlich verursachten Störungen im Fokus. Denn durch zunehmende globale Vernetzung und vielschichtige Betreibermodelle werden diese Versorgungsstrukturen immer komplexer. Prof. Dr. Klaus Thoma, Vorsitzender des VVS und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI diskutiert unter anderem die Fragen: Was sind die technologischen Trends? Wie hoch ist die Akzeptanz von Sicherheitstechnologien?

 

Cyber Security

In unserer hoch vernetzten Welt hängen Energieversorgung, Verkehr und Warenketten auch davon ab, dass Informations- und Kommunikationssysteme zuverlässig funktionieren. Sicherheit in vernetzten Strukturen, oder »Cyber Security«, geht daher jeden etwas an.

Durch Wirtschaftsspionage entstehen deutschen Unternehmen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Bei den Bürgern führt unzureichender Datenschutz zu einem erheblichen Vertrauensverlust. Und wenn Nachrichten und Bilder zum digitalen Datenstrom werden, sind auch die Medien darauf angewiesen, ihre digitalen Daten vor Manipulation zu schützen. Um diesen Bedrohungen Herr zu werden, müssen die Forschungsergebnisse, die deutsche Wissenschaftler seit Jahren erzielen, zügig in praktikable Lösungen für Unternehmen und Bürger umgesetzt werden. Acht Fraunhofer-Institute verfassen derzeit dazu ein Memorandum, das die Aufgaben erläutert, die sich für Politik, Forschung und Industrie ergeben. Das Memorandum soll demnächst unter anderem Vertretern des Bundesministeriums der Verteidigung, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) übergeben werden.

 

Über Fraunhofer VVS

Der Fraunhofer-Verbund für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung ist ein Zusammenschluss von derzeit zehn Fraunhofer-Instituten, die intelligente und umfassende Lösungen zum besseren Schutz der Gesellschaft gegen Bedrohungen erforschen – seien sie von Mensch oder Natur verursacht. Die Mitgliedsinstitute entwickeln Technologien und Konzepte für die Sicherheit von Infrastrukturen, Krisenmanagement und Überwachung für zivile und militärische Anwendungen.

 

Link zur Fraunhofer-Sicherheitskonferenz »Future Security«

www.future-security-2012.de

 

Weiterführende Links:

Fraunhofer-Institut FKIE - www.fkie.fraunhofer.de
Fraunhofer-Verbund VVS - www.vvs.fraunhofer.de
Fraunhofer-Verbund IUK - www.iuk.fraunhofer.de