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Sicherheitsbegriffe öffnen

Quelle: www.behoerden-spiegel.de

Stéphane Beemelmanns, Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung (Foto: BS/lin)
Stéphane Beemelmanns, Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung (Foto: BS/lin)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stéphane Beemelmanns, Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, betonte im Rahmen der Future Security 2012, dass es Kernaufgabe der Politik sei, ein Höchstmaß an Schutz zu erreichen und zu gewährleisten. Dies sei jedoch keine Konstante. Die Sicherheit müsse sich entwickeln und sich dem schnellem Wandel der Technik unterwerfen. (12.09.2012)

Die Technik stelle immer neue und immer verbesserte Werkzeuge zur Verfügung, wodurch ein stetig wachsender Informationsraum erschlossen werde. Genau hierin lägen aber eben auch die Gefahren. Die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) sei durch ein enormes Entwicklungstempo geprägt. Der Mensch müsse als Nutzer aber auch mit dieser Technik Schritt halten können.  "Der Cyber Raum betrifft heute jeden Bereich der Gesellschaft. Daher muss der Fokus auf der Sicherheit von Systemen liegen", so Beemelmanns. Die Forschung in der Sicherheit diene als Grundlage für technische Möglichkeiten. Daher gelte es, Synergien von Forschung und deren Umsetzung zu schaffen.

Als Beispiel nannte der Staatssekretär etwa die Sicherheitsvorschriften im Luftverkehr. "Hier sind Investitionen notwendig", so Beemelmanns.  So sei etwa ein Düsenjet-Pilot mit den Notwendigkeiten und Möglichkeiten der modernen Technik hart an der Grenze der Überforderung. Dem Menschen obliege aber die Verantwortung für die Technik. Er müsse die Kontrolle über die Systeme behalten: "Die Technik muss vom Menschen beherrscht werden!". Daher seien in einigen Fällen sogar Rückentwicklungen der Technik  notwendig. Auch gelte es, nicht nur in die Technik, sondern auch in den Menschen zu investieren der diese Technik letzten Endes beherrschen muss.

Abschließend betonte Staatssekretär Beemelmanns, dass die Sicherheitsbegriffe sich öffnen müssten. Es gelte, Zukunft und Sicherheit zu kombinieren und vielfältig zu betrachten. "Sicherheit ist ein Thema, nicht ein Ressort. Dieses Thema muss auf einer jeden Agenda stehen."